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Donnerstag, 11. September 2008

ohrenbetäubendes Trompeten

Neben der harten Arbeit, die ich momentan und die nächsten Monate verrichte, besuche ich auch regelmäßig diverse Kunstaustellungen in Muc, die Toilette und natürlich die Besäufnisse zwei Stockwerke über mir. Gestern Abend, nach so einem Regelbesäufniss ging der Abend relativ schnell und unbemerkt in tiefen, von Albträumen begleiteten Schlaf über:
Zuerst war der Traum ganz angenehm, die Sonne schien und ich spazierte Arm in Arm mit einer unbekannten (was mich überraschenderweise nicht störte, aber normalerweise mache ich so etwas natürlich nicht), vollbusigen, nackten Frau durch den Münchener Tierpark, was ihr anscheinend genausogut zu gefallen schien wie mir. Voller Vorfreude auf den Abend bei Kerzenschein und was danach auch immer kommen wollte achtete ich nicht meine Umgebung sondern nur auf meine hübsche weibliche Begleitung. Zumindestens so lange, bis wir vor dem Löwenkäfig standen. Wer schon einmal in Hellabrunn im Löwenhaus war, der weiß, dass "Käfig" eine komplett falsche Bezeichnung für das ist, worin die Löwen hausen. Keine rostigen Gitterstäbe. Kein Eisen oder anderes Metall. Einfach nur eine hochmoderne Glasscheibe. Erst als eben dieses Glas unter hässlichem Zischen vor meinen Augen zerschmolz wurde mir der mordgierige Blick des dahinter stehenden Löwen bewusst. Ich registrierte noch dass er seine Muskeln spannte und sich gierig über die Lippen leckte. Dann ging alles sehr schnell. Die Raubkatze lief blau an, bewies guten Geschmack und zerriss meine Begeleitung, dass die Knochen und das Fleisch in alle Richtungen spritzten. Doch zum Trauern blieb nicht viel Zeit, die anderen Glasscheiben begannen auch, die schlechteste Eigenschaften von Eis in der Sonne anzunehmen. Ich hingegen nahm etwas anderes, nämlich meine Beine in die Hand und verließ fluchtartig das Löwenhaus. Doch meine Flucht endete so abrupt wie sie begonnen hatte: Von rechts brach mit ohrenbetäubenden Trompeten ein kleiner Rosa Elefant aus dem Gebüsch. Obwohl er mir nur bis zur Hüfte reichte, warf er mich um und setzte sich sofort auf meinen Kopf. Davon wurde ich wach.
Erleichtert, dass dies nur ein Traum gewesen war, setzte ich mich auf und sah voller Entsetzen gerade noch wie ein kleines, rosa Elefantenhinterteil durch meine Haustüre verschwand.
Das nächste mal, bevor ich zu trinken anfange, setze ich meinen Stachelhut auf. Das hält dann auch hoffentlich den kopfschmerzverursachenden, kleinen lila Elefanten davon ab, meine Kopf als Stuhl zu benutzen.